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Narrenverein Schlafkappen Hegne Hegne, den 15.02.88
-Häsgruppe "Bächle-Butzer"-
C H R O N I K
der "Bächle-Butzer"
Im Jahre 1981 entschloss sich Herr Rolf Deggelmann, Narrenpräsident der Hegner Schlafkappen und dessen Ehefrau Erna in Zusammenarbeit mit dem Hegner Ehepaar Veronika und Helmut Buchholz eine "Häsgruppe" zu gründen bzw. aufzubauen, damit das Hegner Fasnachtsbild noch schöner und lustiger geprägt wird.
Als Thema der Häs-Gruppe wurde der Begriff "Schlafkappen" ausgesucht. Mit der Gestaltung des Häses und der Maske wurde damals Herr Erich Hofmann, Werbegrafiker aus Konstanz, beauftragt.
Nach Fertigstellung von Grafikvorlagen mußte in mehreren Sitzungen festgestellt werden, daß eine Häs-Gruppe unter dem Begriff der Schlafkappen kein optisch positives Fasnachts-Häs darstellt.
Aus diesem Grund schlief die Idee einer Häs-Gruppe vorerst ein.
An der Fasnet im Jahre 1987 entschloß sich nochmals o. g. Personenkreis die Idee einer "Häs-Gruppe" neu entflammen zu lassen.
Diesmal wurde ein anderer Weg eingeschlagen.
Hierbei wurde der Grundgedanke gefaßt, daß man auf einem kulturellen Hintergrund oder einer Tradition entsprechend ein Fasnet-Häs erstellen sollte.
Durch Herrn Gerhard Maier, Leiter des Fanfarenzug Hegne, kam der Begriff der "Schlössle- Geister" auf, da sich in Hegne ein Schloß befindet.
Nach mehrmaligen Sitzungen wurde festgelegt, daß zuerst die Holzmaske zu entstehen habe und diese einen spitzbübischen Charakter beinhalten sollte.
Ein bekannter Schnitzer aus Fridingen wurde in seiner Eigenschaft als Holz- und Maskenschnitzer damit beauftragt eine zu den Hegnern passende spitzbübische Holzmaske zu entwerfen.
Zwischenzeitlich stieß zu dieser Interessengemeinschaft "Häs-Gruppe" das Ehepaar Fritz und Claudia Buchholz hinzu. Die beiden Ehepaare Buchholz waren nun vollends entschlossen, ein Fasnets-Häs zu verwirklichen.
Im Sommer und Herbst 1987 folgten mehrere Sitzungen und Besuche bei anliegenden Häsgruppen, sowie einem Besuch bei dem Narrenmuseum im Schloß Langenstein bei Eigeltingen.
Man mußte auch diesmal feststellen, daß auch der Begriff der "Schlössle-Geister" auf Schwierigkeiten bei der Gestaltung des Häses stößt.
Im Herbst 1987 wurde die Dorfstraße in Hegne durch bauliche Veränderungen einem neuen Bild unterworfen. u. a, wurde der vor Jahren unterirdisch kanalisierte Dorfbach wieder an die Oberfläche geholt und soll in Zukunft das Dorfbild mil seinem fließendem Gewässer die Menschheit erfreuen.
Durch Befragung älterer Dorfbewohner konnte in Erfahrung gebracht werden, daß dieser Dorfbach in früheren Jahren viele Aufgaben erfüllte. Er diente als Begegnungsstätte und wurde von Müttern zum Waschen ihrer Kleinkinder benutzt.
Desweiteren war zur damaligen Zeit ein Dorfbewohner damit beauftragt, jährlich den Dorfbach zu säubern.
Durch Claudia Buchholz kam darum der Gedanke auf, daß die zukünftige Häs-Gruppe auch den Namen "Bächle-Butzer" tragen konnte.
Am 14.11.87 wurde dem Narrenverein Schlafkappen in Hegne bei der Fasnetseröffnung der Entwurf einer Holzmaske vorgestellt und den Anwesenden die beiden Häs-Gruppennamen "Schlössle-Geister" und"Bächle-Butzer" zur Diskussion gestellt.
Nach langem Ringen entschloß man sich die zukünftige Häs-Gruppe "Bächle-Butzer" zu nennen, da man klar die Feststellung getroffen hatte, daß unter diesem Namen eine alte Tradition aufrecht erhalten werden kann und bzgl. dem Häs freie Gestaltungsmöglichkeiten bestehen.
Am 14.12.87 wurde die Hegner Einwohnerschaft zu einem Treffen der Interessengemeinschaft Häs-Gruppe "Bächle-Butzer" in die Meister-Klause in Hegne eingeladen.
Es erschienen damals die beiden Ehepaare Buchholz und Anita Lock. Als Gäste waren eingeladen Rolf Deggelmann und dessen Töchter Karin und Claudia.
Durch Claudia und Karin Deggelmann kam die Idee, zu der Spitzbubenholzmaske einen zweiteiligen hellen Stoff zu verwenden, worauf im Brustbereich ein Bach aufgezeichnet werden sollte.
Auf der Rückenpartie solle das Hegner Wappen seinen Platz erhalten und an dem Hosenteil Kehrbesen aufgezeichnet werden.
In der Folgezeit machten sich die beiden Frauen Veronika und Claudia Buchholz daran, das Häs zu nähen.
Durch die Ordensschwester Johanni im Kloster Hegne, wurde ein Mensch gefunden der mit seiner künstlerischen Begabung die fertig gestellten Häser in wunderbarer Weise malerisch gestaltete.
Im Januar 1988 konnte die Häsgruppe noch drei weitere Interessenfreunde dazugewinnen. Es sind Stanko Mesnjak, Sonja Papenfuß und Christof Dietrich.
Am Schmotzige Dunstig, dem 11.02.88, konnte die "Häs-Gruppe" Bächle-Butzer mit 8 Hästrägern zum ersten mal die Hegner Bürger mit ihrem Fasnets-Häs erfreuen.
Die Begeisterung war so groß, daß schon weitere 8 Hegner bei den Bächle-Butzern teilnehmen wollen.
Im März 1988 soll nun endgültig die Gründungsveranstaltung der "Bächle-Butzer stattfinden.
Helmut Buchholz
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